Wing Chun Kung Fu

 


"Do not fight with the strength, absorb it, and it flows, use it."


- Yip Man, Meister von Bruce Lee



 


Was ist Wing Chun Kung Fu?



Die am häufig genutzte "Geschichte" bzw. Legende über dieses Kampfkunst-System ist folgende:

Der Kung Fu Stil "Wing Chun" ist durch Ng Mui, eine buddhistische Nonne, entstanden. Das Shaolin-Kloster, in dem sie lebte, wurde niedergebrannt. Verräter der Manchu-Regierung halfen, Ng Mui's Anhänger und viele andere Menschen, die die Ching-Dynastie stürzen wollten, um der Ming-Dynastie wieder zur Macht zu verhelfen, zu vernichten. Ng Mui zog sich zum Tai Leung Shan (Tai Leung-Berg) zurück. Sie widmete sich der Kampfkunst mit dem Ziel, ein neues Kampfsystem zu entwickeln, das dem Shaolin-Stil der Angreifer überlegen war. Auf diese Weise wollte sie sich dann an den Verrätern rächen. Schließlich erarbeitete sie eine Zahl von Kampfprinzipien, wie man mit Intelligenz brutale Kraft schnell und wirkungsvoll besiegen kann.

Somit ist Wing Chun ein Hybrid Kampfstil. Wing Chun hat demnach auch keinen Namen wie Tiger oder Mantis, es ist einfach nur der Vorname von der erste Schülerin des Stils. Mein Meister Gary Lam nennt Wing Chun auch deshalb den "Essenz des Kämpfens", denn es beinhaltet alle Aspekte, Konzepte, Strategien und selbst die verschiedene Pädagogik der gesamte chinesische Kampfkunst. Man findet die andere ältere traditionelle Stile in Wing Chun wieder. Egal ob Tai Chi, Mantis, Hung Gar, Tiger, Kranich oder Tan Tui, Ba Gua, Xing Yi uvm. Wenn man Wing Chun verstanden hat, hat man Kung Fu als ein gesamtes Konzept verstanden. Es ist das perfektionierte MMA aus traditionelle Kampfkünste.

Was früher lebenswichtige Selbstverteidigung war, ist heutzutage Lebensphilosophie geworden. Im Vordergrund steht nicht der Kampf. Vielmehr geht es um eine geistige Haltung, die durch den Kampf geübt wird. Selbst alte Tugenden wie Ehre, Höflichkeit, Loyalität, Respekt, Gerechtigkeit und Gemeinschaftlichkeit werden beim Training gepflegt!

Meister Gary Lam unterrichtet in Los Angeles

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Wer ist Meister Gary Lam?



Sifu Gary Lam (Chin. Lam Man Hog) hat eine Vielzahl erfolgreicher Kämpfer und Kampfkunstlehrer ausgebildet. Alleine in Hong Kong hatte er über 800 Schüler. Mit über 50 Jahren Kampfkunst-Erfahrung gehört er zur weltweiten Elite und führt die Spitze der Großmeister im Wing Chun Kung Fu, mit Sibak Wan Kam Leung und Hawkins Cheung, an!

Er hat das klassische Wing Chun überarbeitet, revolutioniert und es von unnötigem Ballast befreit. Dabei schuf er ein System, das in seiner Praktikabilität und Effektivität unübertroffen ist. Sein Kernstück sind die „Fünf Elemente“. Darüber hinaus kann er als einziger, noch lebender Großmeister im Wing Chun, auf eine enorme realistische Kampferfahrung zurück blicken wie sonst kein anderer!

Sifu Gary Lam ist ein international renommierter Wing Chun Großmeister und einer der letzten seiner Art. Gary Lam, Wan Kam Leung und Bruce Lee, sind bzw. waren Kung Fu Brüder im traditionellen Sinn und hatten die selben Lehrer: Wong Shun Leung (als Sifu) und Ip Man (als Sigung)!

Als einer der besten Schüler von Wong Shun Leung, hat Gary Lam seine Fähigkeit bei einer Vielzahl von Vollkontakt Wettkämpfen in Hong Kong (teilweise ohne Regeln und Faustschutz) getestet und sein Können mit vernichtenden Siegen unter Beweis gestellt.

Er lernte Wing Chun 15 Jahre lang unter Sigung Wong Shun Leung und lehrte sechs weitere Jahre in dessen Schule in Hong Kong als Assistenzlehrer.

Sifu Gary Lam lebt und unterrichtet jetzt Wing Chun Kung Fu in Los Angeles, USA.

Gary Lam's Top Fighter Muay Thai Schule in Hong Kong

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Muay Thai, Kickboxing und Wing Chun?



Seine exzellenten Kampffähigkeiten machten Ihn zum unbesiegten Champion bei den Vollkontakt-Meisterschaften in Hong Kong 1978 – 1979. Ganz zu schweigen von seinen unzähligen Titeln und Trophäen.

Sein Wing Chun Stil ist ebenso geprägt und hat Einflüsse durch das Erlernen und Unterrichten der thailändischen Kampfkunst Muay Thai. Sifu Gary Lam verbrachte hierfür einige Jahre in Thailand.

In eine reale Situation müssen wir die Regeln und den fairen Wettbewerb beiseite legen. Es gibt keine Boxen gegen Kickboxen Kampf, oder Jiu Jitsu gegen Krav Maga Kampf. Wenn es Kampf gibt, dann gibt es nur Kampf, und alles ist möglich. Die verschiedenen Stile sind nur unterschiedliche Pädagogik.

Dabei zieht unser Meister Gary Lam Wing Chun dem Muay Thai vor, da Muay Thai sich heutezutage sehr auf den Ringkampf spezialisiert hat und Wing Chun immer noch für alle andere Situationen sich anpassen kann und sich nicht auf einer Form vom Wettbewerb begrenzen lässt.

Als Anerkennung und Bestätigung seines Könnens im Wing Chun und aufgrund seines Charakters, wurde Gary Lam 1991 in Hong Kong zum Präsident der „Hong Kong Wing Chun Society“ gekürt. Dieser ist er bis heute.

Gründer von „Top Fight Wing Chun“ im Jahre 1986 in Hong Hong.

Im Jahre 2006 wurde Gary Lam von der "World Ving Tsun Athletic Association" zum „Sifu des Jahres“ gekürt.

Er wurde für sein "Lebenswerk", die Verknüpfung der 5 Elemente im Wing Chun System, in der „Wing Chun Hall of Fame“ (Ruhmeshalle) aufgenommen und verewigt.

Seit 2012 ist er ehrenamtlicher Beistand auf Lebenszeit der "Hong Kong Ving Tsun Athletic Association".

Meister Wong Sheung Leung diskutiert mit Bruce Lee

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Wing Chun, Jeet Kune Do und Bruce Lee



Jeet Kune Do ist ein von Bruce Lee entwickelter Kampfkunststil bzw. Selbstverteidigungskonzept. Ursprünglich wurde das Kampfsystem Jun Fan Gung Fu bzw. Jun Fan Kung-Fu genannt, wobei Jun Fan von Lees chinesischem Namen herrührt.

Bruce Lee gilt als Revolutinär unter den chinesischen Kampfkünstler, denn er war einer der ersten, der Ausländer das Kung Fu in der originale Form unterrichtete.

Bruce lernte das traditionelle Wing Chun unter dem Meister Yip Man. Trainiert wurde er aber meistens von dem Meisterschüler Yip Man, Meister Wong Sheung Leung.

Dabei ist Wong Sheung Leung der Meister von unseren Meister Gary Lam bzw. unser Großmeister. Meister Wong Sheung Leung kritisierte die Idee von Bruce Lee, dass er einen eigenen Stil erfinden möchte, denn seine Schüler würden dadurch niemals das erreichen, was er erreicht hat, weil sie nicht den gleichen Weg gehen werden wie er. Der Weg ist Kung Fu. Der Prozess, und nicht das Ergebnis.

In Jeet Kune Do wurden viele Trainingsmethoden von Wing Chun verkürzt, vereinfacht und teils abgeschafft. Dies galt für Lee als selbstverständlich, jedoch kontroproduktiv für die Pädagogik. Die Grenzenlosigkeit, die Bruce Lee erreichen konnte, wurde durch das essenzielle Konzept von Wing Chun gelehrt. Und dies darf nach Meister Wong Sheung Leung nicht verändert werden, damit die zukünfigte Generation ihre eigene "Wing Chun" oder "Kung Fu" finden können, und nicht einen predestinierte Weg von einer Person.

Wing Chun ist nicht nur Kung Fu, Wing Chun ist Freiheit. Frei im Geist. Offen für alles sein.

Gutes Kung Fu ist keine Suppe, sondern Wasser. Nur wenn wir das Wasser rein und unversehrt an die nächste Generation weiter geben, können sie selbst ihre eigene Charaktere bzw. Gewürze dazu geben. Deshalb ist es wichtig, den traditionelle Methode des Wing Chuns zu behalten.



Wie lernt man Wing Chun Kung Fu?



Die Antworten darauf sind unzählig. Bei uns folgt der Unterricht einer vierphasigen Struktur, die Lerninhalte in eine logische Abfolge bringt. Dem zugrunde liegen Erfahrungen aus über vierzig Praxisjahren, in denen Sifu Gary Lam nach dem Prinzip von "Versuch und Irrtum" getestet hat, was funktioniert - und rausgeworfen hat, was nicht funktioniert.

Das Curriculum ist insofern erfahrungsgesättigt, aber keineswegs "satt", sondern legt Wert darauf, dass jeder Praktiker sein Innovationspotenzial in das Verstandene und Beherrschte einbringt. Allein die Level 1-Inhalte entsprechen formal einem Niveau, das zahlreiche Verbände/Stile für einen 4.-5. Lehrergrad vorhalten. Bei manchen Verbänden legt der Schüler bis zu 17 Prüfungen oder auch mehr, bis dahin ab. Eine unwahrscheinliche Marketingstrategie, auf die bei uns verzichtet wird! Wir bieten allen Interessenten und Schüler/innen die Möglichkeit, bei uns ein funktionierendes, praktikables und effektives Kampfkunst-System, in der Hälfte der Zeit im Vergleich zu anderen Stilrichtungen, zu erlernen. Denn Zeit ist ein kostbarer Faktor, der gerne aus- bzw. genutzt wird.

Bei uns gibt es keine "geheimen" Techniken, auf die der Schüler mehrere Jahre oder Jahrzehnte warten muss. Wenn wir von Formen reden, dann meinen wir damit ein Verständnis zugrunde liegender Prinzipien und daraus hervorgehender Techniken. Wenn von Techniken die Rede ist, dann meinen wir damit die Fähigkeit, sie zur Anwendung zu bringen. Von Anfang an, in vorgegebener und freier Kombination. Innerhalb unserer Kampfkunstakademie werden die Level-Programme des Gary Lam Wing Chun erweitert um Inhalte, die wir aus langjähriger Eigenerfahrung einbringen (z.b. Tritt-, Schlagtechniken aus dem Thai-/Kick-Boxen, Escrima, Judo, Shuai Jiao und Elemente aus dem Yoga).



Wing Chun und Krav Maga



Militärkampfkunst? Krav Maga, Systema, Sambo usw.



Kann ich mich mit einer traditionellen Kampfkunst in einem Konflikt oder bedrohliche Situation verteidigen? Ist es nicht schon „veraltet“? Gibt es nicht neue und „moderne“ Kampfstile wie z.B. Krav Maga, Systema, Sambo, WCS usw.?

Militärkampfausbildung wie die moderne Kampfstile Krav Maga und Systema sind keine eigenständigen und holistischen Kampfsysteme. Man bedenkt, dass die Rekruten innerhalb von 3 Monaten Grundausbildung einigermaßen in Nahkampf ausgebildet werden soll, muss die Kampftechniken wegen der kurze Ausbildungszeit reduziert und vereinfacht werden, dass die Qualität darunter leidet.

Ein weiterer Mythos ist, dass ein moderner Soldat nicht 8 Stunden am Tag Nahkampf übt. Die Ausbildung beinhaltet auch Bedienen der Waffen, Fahrzeug und Kommunikation uvm. D.h. ein Soldat ist nicht gleich ein Nahkampf Experte. Es gibt gute und schlechte Soldaten im Nahkampf.

Dementsprechend sind Krav Maga und Systema vor allem Ausbildungsprogramme und keine Kampfsysteme. Sie haben kein Kernkonzept und bedienen sich mit Techniken aus Wing Chun und Tai Chi. Dabei ist Krav Maga mehr Wing Chun und Systema ist dem eigentlichen Tai Chi Kung Fu angelehnt. Die moderne Techniken und Anwendungen sind aus traditionellem Kung Fu entnommen.

Die Ausbildungsprogramme funktionieren auch für ihre Zwecken, und zwar einen Zivilist beizubringen, wie man offensiv kämpft, wie man z.B. einen Kugelschreiber in die Augen rammt usw. Jedoch ist es nur die oberflächliche technische Anwendung und keine langfristige Training dafür notwendig. Man kann es natürlich auch für Selbstverteidigung nutzen und lernen, aber jene Technik ist nur die Spitze des Eisbergs. Die traditionelle Kampfkunst beinhaltet vielmehr als nur Töten.